Badengehen in Mölln

Wenn die Provinz nach Hamburg kommt, um Musikdampfer zu gucken, fahren wir halt in die Provinz, um … well … was eigentlich? Zu sehen gab es jedenfalls auch in Mölln nicht viel von Belang. Erholung bot dem vom ÖPNV gestressten Ausflügler allerdings das hübsche hundertjährige Luisenbad gegenüber der Altstadt (das Schwimmzeug hatten wir in weiser Voraussicht dabei). Und während die Provinz am Hafen ordentlich um ihr Geld erleichtert wird, war das Baden ebenso wie die Anreise für lau. Gelobt seien das HVV-Abo und die Stadt Mölln dafür.

Mehr: www.luisenbad-moelln.info

Luisenbad

Sommer 2012

Zwei Wochen im Sommer 2012, in dem das Wasser meist von oben kam, aber eben nicht nur.

bbb

Von links oben im Uhrzeigersinn: der Kellersee in der Holsteinischen Schweiz (im Hintergrund Bad Rente Malente), Wassersleben an der Flensburger Förde (der grüne Streifen links im Hintergrund gehört schon zu Dänemark, seit 1920), Großer Eutiner See (mit historischer Badeanstalt, Eintritt frei, kost‘ bei der Wassertemperatur nur Mut), nochmal Großer Eutiner See, Strand von Groß Schwansee im nordwestmecklenburgischen Klützer Winkel (ganz fern im Hintergrund, am aufragenden Hochhaus zu erkennen, Lübeck-Travemüde; die Staatsgrenze dazwischen zum Glück seit zwei Jahrzehnten wieder im Orkus der Geschichte entschwunden), samt würstchenförmiger Reminiszenz an Nürnberg.

Alles quasi vor der Haustür unseres Heims in den südholsteinischen Sümpfen.

Ostermarkt auf Gut Blumendorf

Der Jahreskreis nimmt allmählich Fahrt auf; die Agenturen holen ihre dawanda-Zirkusse aus den Winterquartieren: an jedem Wochenende gastiert auf irgendeinem holsteinischen Gut ein Kunsthandwerksmarkt; und wir gönnen dem Autochen Auslauf und nutzen die Gelegenheit, der hiesigen Oberschicht auf den Hof spinksen zu können, zu Elitenforschung und besserem Verständnis der hiesigen Historie.

Diesmal: Gut Blumendorf, kurz vor Bad Oldesloe, an der Bundesstraße nach Lübeck, bisher nur mehrfach in der Vorbeifahrt aus den Augenwinkeln wahrgenommen. Heute der Familie Jenisch gehörend. (Zu letzterer ein andermal.) Leider ist der interessantere Teil des Geländes durch einen Zaun verstellt; wir können nur, die – zugegebenermaßen imposanten – Ställe/Scheunen inspizieren. Ich esse eine Bratwurst und dann kaufen wir tatsächlich zwei Kerzenständer altfränkischer Geschmacksausrichtung.